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Nelfinavir-Tabletten werden verbessert
Filmschicht soll Pillenschlucken erleichtern

von Christian Hoffmann

24. August 2001 - Eine Nelfinavir-Therapie (Handelsname: Viracept) scheitert nicht selten an Nebenwirkungen in Form von Diarrhoen. Häufig liegt der Abbruch der Therapie jedoch ganz einfach an der Notwendigkeit, daß zwei mal täglich fünf große Tabletten zu schlucken sind. Durch die rauhe Oberfläche bleiben die Pillen oft am Gaumen und in der Speiseröhre kleben. Unangenehmer Würgereiz ist die Folge. Auch das Nelfinavir-Pulver ist keine echte Alternative. Wer darauf ausweichen will, muß als Erwachsener wahre Berge des kaum löslichen Pulvers herunterbekommen.

Den Problemen vieler Patienten, die Tabletten herunter zu schlucken, wurde jetzt insofern Rechnung getragen, daß es nun eine neue Tablettenform mit einer magenlöslichen Filmschicht gibt, die sozusagen leichter „rutscht“. An der Dosierung hat sich nichts geändert, es bleibt bei 2 x 5 Tabletten täglich. Laut Firma werden die Filmtabletten in Kürze in den Handel gehen, die Apotheken sollten innerhalb der nächsten Wochen bestückt werden. Auch am Preis oder an der Packungsgröße haben sich nichts geändert.

Ein echter Schub für Nelfinavir ist jedoch erst fürs nächste Jahr zu erwarten. Für diesen Zeitraum ist laut Firma Roche mit der Einführung einer 625 mg-Kapsel zu rechnen. Das wären dann nur noch 2 x 2 Tabletten - eine Pillenzahl, bei der – vor allem angesichts des recht interessanten Resistenzprofils von Nelfinavir - dann auch Lopinavir (Kaletra) und andere PIs in Bedrängnis geraten könnten....


 
 
     
 

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