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Nachrichten zur Übersicht Abacavir vs. Indinavir
Bei Patienten mit einer Viruslast von weniger als 100.000/ml scheinen Abacavir und Indinavir vergleichbar gut
wirksam zu sein. Dies geht aus einer multizentrischen, randomisierten Doppelblindstudie hervor, die kürzlich in
JAMA veröffentlicht wurde. [1] Die Studie, in die 562 nicht antiretroviral vorbehandelte Patienten aus 73 verschiedenen Therapiezentren in den
USA, Kanada, Australien und Europa einbezogen und über 48 Wochen beobachtet wurden, prüfte die Wirksamkeit
von gegen Alle Patienten hatten initial eine Viruslast von mindestens 10,000 Kopien/ml und CD4-Werte von
mehr als 100/µl. 16 Wochen nach Studienbeginn konnten Patienten, die eine Viruslast >400 Kopien/ml hatten,
entweder weiterhin ihre randomisierte Behandlung beibehalten oder eine Open-Label-Therapie bekommen. Als Studien-
Endpunkt wurde eine Virussuppression unter 400 Kopien/ml in der 48. Woche nach Therapiebeginn definiert. Der Anteil der Patienten, die eine Viruslast unter 400
Kopien/ml erreichten, war in beiden Gruppen gleich mit 133/262 (51 %) in der Abacavir-Gruppe und 136/265 (51 %) in
der Indinavir-Gruppe. Bei einer Subanalyse von Patienten mit einer initialen Viruslast von mehr als 100.000 Kopien/ml
fiel allerdings auf, daß deutlich weniger Patienten in der Abacavirgruppe einen Rückgang der Viruslast
auf unter 50 Kopien/ml hatten. (31 % versus 45 % für die Indinavirgruppe). Hinsichtlich der Entwicklung der CD4-Werte oder Häufigkeit von Therapie-limitierenden
Nebenwirkungen oder Änderungen von Laborparametern gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den
Gruppen. In der Abacavir-Gruppe trat ein Todesfall aufgrund einer Hypersensitivitätsreaktion auf.
[1]
Staszewski S, Keiser P, Montaner J, et al.
Abacavir-Lamivudine-Zidovudine vs Indinavir-Lamivudine-Zidovudine in
Antiretroviral-Naive HIV-Infected Adults: A Randomized Equivalence Trial. JAMA 2001; 285(9):1155-1163.
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