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Nachrichten 1999 zur Übersicht PML behandelbar durch HAART (II) von Christian Wasmuth Bonn, 22. September - Erst vor wenigen Tagen hat HIV.NET über die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten der Progressiven Multifokalen Leukenzephalopathie (PML) durch HAART berichtet. Die von Dwarkin et al. vorgestellten amerikanischen Daten werden in einer aktuellen Arbeit aus Europa bestätigt: Die "French Hospitals Database on HIV" enthält Daten von 70224 HIV-Patienten, die auf das Auftreten und die Therapie der PML hin ausgewertet wurden (Tassie et al.; AIDS 1999; 13; 1881-1887). Im Beobachtungszeitraum von 1995 bis 1997 erkrankten 246 Patienten an einer PML (Die Diagnose wurde dabei nicht immer histologisch gestellt. Auch ein positiver Nachweis von JC-Virus im Blut in Kombination mit bildgebenden Verfahren und den Symptomen des Patienten wurde als PML gewertet). In Frankreich wurden Proteasehemmer im April 1996 eingeführt. Daher verglichen die Autoren 109 Patienten, bei denen die PML-Diagnose im Zeitraum von Juli 1995 bis März 1996 gestellt wurde, mit 137 Patienten, bei denen eine PML zwischen April 1996 und Juni 1997 diagnostiziert wurde. Die (mit einer Kaplan-Meier Analyse) geschätzte 6-Monat-Überlebenswahrscheinlichkeit stieg von 34,5% auf 60,5%. Wie bei Dwarkin et al. wurden mittels einer multivariaten Analyse als Faktoren für längeres Überleben die Verschreibung einer antiretroviralen Therapie (Relatives Risiko 0,62), insbesondere einer Therapie mit einem Proteaseinhibitor identifiziert (Relatives Risiko 0,37). Auch eine höhere Helferzellzahl zu Beginn der Beobachtung war mit einem längeren Überleben verbunden (Relatives Risiko 0,87).
Der HIV.NET-Kommentar:
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