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Anstieg der Helferzellen reduziert die Häufigkeit von AIDS assoziierten Erkrankungen

Berlin, 1. März - Die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) erhöht in der Regel sowohl die absolute Anzahl wie auch den prozentualen Anteil der CD4+ Zellen. In welchem Ausmaß sich das Risiko, an AIDS-assoziierten Manifestationen zu erkranken, bei Individuen mit anfänglich sehr niedrigen Helferzellzahlen unter HAART verändert, wurde in einer Studie von Miller und Kollegen untersucht (1).

In dieser Untersuchung wurden 89 Personen, die vor Beginn einer antiretrovirale Dreifach-Therapie eine CD4-Zellzahl unter 20/µl aufwiesen, durchschnittlich 1,4 Jahre beobachtet. Durchschnittlich betrug die CD4+ Zellzahl vor Therapie 9/µl; die ART bestand aus 2 NRTI plus einem PI oder einem NNRTI. Das Risiko für das Auftreten eines neuen AIDS-assoziierten Ereignisses war in den Gruppen mit Helferzellen unter 20/µl bzw. zwischen 20 und 50/µl am höchsten (AIDS Rate/Jahr 0.68). Das Risiko verminderte sich aber abrupt bei den Gruppen mit über 50 Helferzellen/µl (AIDS Rate/Jahr 0.068). Nur in der Gruppe mit über 200 CD4+ Zellen/µl traten keine neuen mit AIDS verbunden Erkrankungen auf.

Fazit: Auch bei Menschen mit anfänglich sehr niedrigen CD4+ Helferzellen kann ein Zusammenhang zwischen dem Anstieg der CD4+ Helferzellzahl unter HAART und der Verbesserung der klinischen Prognose hergestellt werden.

Literatur
1. Miller V, Staszewski S, Nisius G, et al. Risk of new AIDS diseases in people on triple therapy. Lancet 1999; 353: 463


 

 
     
 

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