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Nachrichten 1999 zur Übersicht Lymphknotenuntersuchungen bei Patienten mit weniger als 20 Kopien/ml Bonn 16. Februar 1999 - In der letzten Ausgabe von AIDS (siehe unten) wurde die Studie der Hamburger Arbeitsgruppe um Stellbrink und van Lunzen zur Wirkung von antiretroviraler Therapie auf lymphatisches Gewebe veröffentlicht. Die Forscher untersuchten Lymphknoten-Biopsien (axillär) von 12 Patienten mit Plasma-RNA unter der Nachweisgrenze von 20/ml. Fünf Patienten hatten eine Kombinationstherapie mit zwei Nukleosidanaloga erhalten (davon ein Patient mit einer unzureichenden Proteaseinhibitor-Dosis). Die übrigen sieben Patienten erhielten zusätzlich einen Proteaseinhibitor (mind. 6 Monate vor der Biopsie). Mittels in situ-Hybridisierung wurden mehr produktiv infizierte CD4-Zellen in den Lymphknoten-Biopsien der Patienten ohne PI nachgewiesen. Im Gegensatz zu den Patienten ohne PI (3 von 5) konnten bei den mit PI behandelten Patienten keine Virionen im follikulaeren dendritischen Netzwerk der Lymphknoten gefunden werden. Bei den drei Patienten mit Nachweis von Virionen im follikulären dendritischen Netzwerk gelang es, eine Viruskultur aus dem Biopsat anzulegen, aber nur bei einem der sieben mit PI behandelten Patienten. Diese Virusisolate zeigten genotypische Resistenzen, die mit den bis dahin verabreichten antiretroviralen Medikamenten übereinstimmten. Die Lymphknotenarchitektur bei den mit PI behandelten Patienten war weniger zerstört. Die Autoren folgern, daß die Plasma-Viraemie keinen Rückschluss auf die HIV-1-Suppression im lymphatischen Gewebe zuläßt. Proteaseinhibitoren erreichen Lymphknotengewebe anscheinend besser und können die Lymphknotenarchitektur erhalten oder gar wiederherstellen.
Kommentar der HIV.NET-Redaktion
Literatur
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