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Nachrichten 1999 zur Übersicht HAART und Sex Bonn, 6. Januar 1999 - Oft wird die Frage an den HIV-Behandler herangetragen, ob nun noch Safer Sex notwendig sei, wo doch die Viruslast seit laengerem unter der Nachweisgrenze liege. Die Antwort war zwar bisher unter der Vorstellung, dass Viruslast in Blut und Sperma nicht miteinander korrelieren und dass es sich offensichtlich um verschiedene Kompartimente der Virusreplikation handelt, eindeutig. Konkrete Daten, ob replikationskompetente Viren bei einer erfolgreichen Suppression der Viruslast aus anderen Zellen als CD4-Zellen angezuechtet werden koennen, fehlten aber bisher. Eine kürzlich in der NEJM von Zhang et al. veroeffentlichte Studie (1) gibt dazu erstmals eindeutige Daten an die Hand: Die Arbeitsgruppe um Roger J Pomerantz von der Jefferson Universitaet Philadelphia untersuchte Blut- und Spermaproben von sieben HIV-Patienten, deren Viruslast unter HAART (Dauer der Therapie 5-41 Monate) unter der Nachweisgrenze von 50 Kopien/ml lag. Es wurden provirale DNA des HI-Virus in peripheren mononukleaeren Blutzellen und Samenzellen mittels quantitativer PCR, sowie das Vorliegen von replikationskompetenten Viren mit Hilfe von Zellkokultur-Assays untersucht. Ausserdem wurden Sequenzierungen zur genotypischen Resistenzbestimmung durchgefuehrt. Bei vier der Maenner konnte provirale DNA in den Samenzellen nachgewiesen werden. In den Kulturassays gelang der Nachweis von replikationskompetenten Viren in den peripheren Blutzellen von drei, in den Samenzellen bei zwei Maennern. Die Viren aus den Samenzellen zeigten Eigenschaften, die fuer sexuell uebertragbare Staemme charakteristisch sind (M-troph). Sie zeigten trotz der antiretroviralen Behandlung keine genotypischen Mutationen.
HIV.NET-Kommentar
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