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Endokarditis bei HIV-infizierten Drogenabhängigen

Frankfurt, 28. Oktober 1998 - Das klinische Erscheinungsbild der infektiösen Endokarditis unterscheidet sich bei HIV-positiven Drogenabhängigen von dem bei HIV-negativen. Dies wird noch einmal durch die Ergebnisse einer Studie bestätigt, die in den Jahren 1984 bis 1995 283 Patienten prospektiv in zwei Universitätskliniken in Barcelona untersuchte [siehe 1, dort auch Link zu Abstract].

216 der 283 Patienten waren HIV-positiv (76.3%). Sie hatten im Vergleich zu der Gruppe der HIV-negativen Patienten deutlich häufiger eine Rechtsherzendokarditis. Außerdem wurden häufiger andere Keime als Viridans-Streptokokken isoliert.

Die Mortalität war in den beiden Gruppen der HIV-positiven und HIV-negativen Patienten vergleichbar. Eine getrennte Untersuchung nur der HIV-positiven Patienten ergab jedoch, daß bei Patienten mit schlechtem Immunstatus die Mortalität höher war. Dies bestätigt Ergebnisse aus früheren Untersuchungen [2].

Literatur

1. Ribera E, Miro JM, Cortes E, et al. Influence of human immunodeficiency virus 1 infection and degree of immunosuppression in the clinical characteristics and outcome of infective endocarditis in intravenous drug users. Arch Intern Med 1998; 158: 2043-50
Abstract

2. Pulvirenti JJ, et al. Infective endocarditis in injection drug users: importance of human immunodeficiency virus serostatus and degree of immunosuppression. Clin Infect Dis 1996; 22: 40-5.
Abstract

Siehe eventuell auch
3. Manoff SB, et al. Human immunodeficiency virus infection and infective endocarditis among injecting drug users. Epidemiology 1996; 7: 566-70.
Abstract


 

 
     
 

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