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Nachrichten 1998 zur Übersicht Nur noch selten HIV-Übertragung auf Neugeborene Genf, 29. Juni - Die HIV-Infektion des Neugeborenen ist eine nahezu vollstaendig vermeidbare Infektionskrankheit, wenn ein 3-Phasen-Schema der Infektionsprophylaxe eingehalten wird. Die bekannten Daten wurden heute morgen in der ersten Plenarsitzung des Genfer AIDS-Kongresses noch einmal von Lynn Mofenson zusammengefasst. Das Prophylaxe-Schema, das auf den Ergebnissen der ACTG 076-Studie gruendet, sieht vor
In weniger wohlhabenden Laendern, in denen die oben skizzierte Standard-Prophylaxe nicht moeglich ist, kommt eventuell eine modifizierte Prophylaxe in Frage. Eine vom thailaendischen Gesundheitsministerium und den CDC durchgefuehrte Studie belegt eine Verringerung der Infektionsrate um 50%, wenn HIV-infizierte Frauen 2 x 300 AZT ab der 36. Schwangerschaftswoche und 300 mg alle 3 Stunden unter der Geburt erhielten. Die Neugeborenen selbst wurden nicht behandelt. Dennoch: auch dieses Vorgehen ist noch zu teuer, um in wirtschaftlich sehr schwachen Laendern eine Prophylaxe auf breiter Basis durchzufuehren. In einigen dieser Laender sind punktuell mehr als 20% der schwangeren Frauen infiziert (Uganda, Suedafrika, Elfenbeinkueste, Burkina Faso, Kenia). In Zimbabwe und in Botswana sind gar bis zu 40% der schwangeren Frauen mit HIV infiziert! Den pharmazeutischen Unternehmen wird daher die Forderung angetragen, fuer Praeventionsprogramme der vertikalen HIV-Transmission die Preise ihrer Produkte deutlich zu reduzieren.
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