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Nachrichten 1998 zur Übersicht HIV-Test während der Schwangerschaft Frankfurt, 24. Juni - Jeder schwangeren Frau sollte ein HIV-Test angeboten werden. Der Grund: Wenn eine HIV-infizierte Frau während der Schwangerschaft antiretroviral behandelt wird und nach der Geburt ihr Neugeborenes nicht stillt, wird die Übertragungsrate von HIV dramatisch gesenkt. Trotzdem: die Möglichkeit, einen HIV-Test durchführen zu lassen, wird sehr unregelmäßig genutzt. Dies geht aus einer Arbeit hervor, die im Januar 1998 im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Die Testhäufigkeit variierte demnach in London je nach Institution zwischen 3.4% und 51.2%. In der Ausgabe des BMJ vom 20. Juni werden nun zahlreiche Leserbriefe veröffentlicht, die sich mit dem zitierten Artikel und mit den anderen Arbeiten des Schwerpunktheftes vom 24. Januar auseinandersetzen. Einer der Autoren legt dar, daß ein Zwangstest nicht wünschenswert sei und zudem das Ziel, die Zahl der infizierten Kinder zu senken, sicher verfehlen würde und treten für eine "Normalisierung" des HIV-Tests ein. Ein weiterer Brief schlägt vor, den HIV-Test eventuell auch Frauen nach einer Abtreibung anzubieten. Ein dritter Autor führt aus, daß in einer Befragung in Italien 87% der Geburtshelfer angaben, daß ein HIV-Test in der Schwangerschaft notwendig sei, daß aber nur 52% von ihnen auch jeder Frau einen Test vorschlagen. Gleichzeitig sagen 95% der Geburtshelfer aus, daß schwangere Frauen in der Regel einen Test nicht ablehnen.. Eine lesenswerte Auseinandersetzung.
BMJ-Schwerpunktheft HIV-Test während der Schwangerschaft
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