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Nachrichten 1998 zur Übersicht HIV-Therapie "herunterfahren"? - Bitte nicht! Frankfurt, 26. Februar - Patienten, deren Virusload mit einer klassischen Dreifachtherapie (zwei Inhibitoren der reversen Transkriptase + einem Proteaseinhibitor) auf unter 200 bis 500 Kopien/ml gesenkt wird, können danach nicht auf eine Erhaltungstherapie mit nur zwei Medikamenten umgestellt werden. Dies geht aus zwei Studien hervor, die auf dem letzten Chicago-Kongreß vorgestellt wurde (Abstract LB15 und LB16).
In der ersten Studie (LB15) waren zunächst 379 nicht antiretroviral vorbehandelte Patienten mit einer
Dreifachkombination AZT + 3TC + Indinavir therapiert
worden. Die mediane CD4-Zellzahl war 363 Zellen/µl, der Virusload (VL) 4.48 log. 306 Patienten erreichten im
zweiten Therapiemonat einen VL von weniger als 500 Kopien/ml. 277 Patienten wurden nach 3 Monaten in drei
Studienarme randomisiert:
Die Wahrscheinlichkeit, 6 Monate nach Beginn der "Erhaltungstherapie" einen Wiederanstieg des Virusloads
über 500 Kopien/ml zu messen, war in den beiden Zweifachtherapiegruppen deutlich höher als in der
Dreifachkombinationsgruppe.
In der zweiten Studie (LB16) wurden Patienten analysiert, die sowohl 3TC- als auch PI-naiv waren und
zunächst 24 Wochen mit einer AZT + 3TC + Indinavir-Kombination behandelt wurden. Danach wurden Patienten, die
einen Virusload unter 200 Kopien/ml hatten, in eine von drei Gruppen randomisiert. Therapieversagen wurde
definiert als eine zweimalige Virusload-Bestimmung > 200 Kopien/ml. Von den ursprünglich 509 in der
Studie rekrutierten Patienten wurden nach 24 Wochen Dreifachtherapie 309 Patienten mit einer der drei
"Erhaltungskombinationen" weiterbehandelt. Die Ergebnisse:
N Mediane Medianer Therapieversagen (n) IDV 101 458 18,970 16* ZDV/3TC 104 437 22,011 18** IDV/ZDV/3TC 104 463 17,273 3
*IDV/ZDV/3TC vs. IDV, P=0.0012
Fazit: Eine erfolgreiche Therapie sollte nicht "heruntergefahren" werden.
Abstract LB16
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Wichtiger Hinweis für die Leser
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