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Nachrichten 1998 zur Übersicht Amprenavir (141W94, VX-478) Frankfurt, 24. Februar - Als 5. Protease-Inhibitor wird spätestens im nächsten Jahr Amprenavir zugelassen (frühere Bezeichungen: 141W94, VX-478; Abkürzung: APV). Auf dem Chicago-Kongreß wurden nun Studien präsentiert, in denen APV in unterschiedlichen Kombinationen geprüft wird.
In der ersten Studie (Abstract 4) wurde APV zusammen mit Abacavir (frühere Bezeichung: 1592U89) bei nicht vorbehandelten
Patienten in einer Dosierung von 2 x 1200 mg bzw. 2 x 300 mg eingesetzt. Die mediane CD4-Zellzahl war bei
Studienbeginn etwa 350, der Virusload 4.75 log. Nach 4 Monaten hatten 11 von 13 Patienten (85%) einen
Virusload unter 400 Kopien/ml und 6 von 10 Patienten einen VL unter 50 Kopien/ml.
In der zweiten Studie (Abstract 6) wurde Amprenavir in vier Studienarmen geprüft:
Zu einer weiteren Studie zur Kombination Amprenavir + AZT + 3TC bei Patienten, die entweder nicht
vorbehandelt oder zumindest PI- und 3TC-naiv waren, siehe (Abstract 512).
Amprenavir ist ein Protease-Inhibitor mit einer guten oralen Bioverfügbarkeit. Es kann zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Halbwertzeit von 7 Stunden macht eine Zweimal-pro-Tag-Dosierung möglich (2 x 1200 mg). Eine Kapsel enthält derzeit 150 mg Amprenavir. Die häufigsten Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden inkl. Diarrhoe, Kopfschmerzen sowie Exantheme, die oft in der zweiten Behandlungswoche auftreten. Das Resistenzprofil von Amprenavir, insbesondere die Frage der Kreuzresistenz zu den anderen Protease-Inhibitoren, wird derzeit geprüft (siehe auch Abstract 406a).
Abstract 6
Abstract 406a
Abstract 512
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Wichtiger Hinweis für die Leser
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