Home Geschichte HIV Medicine Wer ? Was ? FMI Flying Publisher
 
 
HIV.NET 2007
774 Seiten, PDF, 8 MB
Download


Nachrichten

HAART

Klinik

Medikamente

Kongressberichte

Mailing-Liste

Erweiterte Suche


Anregungen,
Kommentare


 
12. Zytomegalievirus-Infektionen
zur Klinik-Übersicht

ICD-10:

B25 Zytomegalie

B25.0 Pneumonie durch Zytomegaloviren

B25.1 Hepatitis durch Zytomegaloviren

B25.8 Sonstige Zytomegalie

Erreger

Cytomegalovirus

Übertragung

Schleimhäute, Blut und Muttermilch

Erkrankung

in der Regel Reaktivierung einer latenten Infektion (>90% aller Erwachsenen)

Diagnose

Klinik, typischer Befund bzw. kultureller oder bioptischer Nachweis

Gefährdung*

90% der Patienten erst mit weniger als 100 CD4-Zellen/µl

Häufigkeit

pro 100 AIDS-Patienten

pro 100 PJ unter 200 CD4

-Erstmanifestation*

3,2 %

Nicht untersucht

-Alle Manifestat.*

22,1 %

11,5

-unter ART (-1996)

5,6 %

3,8

Besondere Risiken

Steroide, Chemotherapie, Granulozytopenie

Therapie

selten kurativ, lange Erhaltungstherapie erforderlich

Prophylaxe

keine

* nur für den natürlichen Verlauf der HIV-Infektion (ohne ART und ohne Prophylaxe)

Erreger + Epidemiologie

CMV wird über Muttermilch, Blut und Schleimhautkontakte übertragen. Die Infektion setzt daher ein Mindestmaß an körperlicher Nähe voraus. Entsprechend ist die Durchseuchung altersabhängig und beträgt in sexuell aktiveren Gruppen nahe 100%. Die latente Infektion wird reaktiviert, wenn die T-Zell-vermittelte Immunität gestört ist, z. B. bei Immunsuppession im Anschluß an Transplantationen oder bei AIDS.

Inzidenz, Manifestation und Therapie der CMV-Erkrankungen haben sich - wie bei den anderen opportunistischen Infektionen auch - durch die ART grundlegend gewandelt. Seit 1996 ist es zu einem dramatischen Rückgang der CMV-Manifestationen und glücklicherweise auch der teilweise kaum noch behandelbaren schwerwiegenden Komplikationen gekommen. Die weitere Verlaufsbeobachtung und Erfahrung zeigt bereits, daß sich Therapie und Prophylaxe der CMV-Erkrankungen unter der ART wesentlich verändert hat. Insbesondere muß das Gefährdungspotential für Komplikationen unter ART neu definiert werden, wenn eine nur ungenügende Immunrekonstitution erzielt wird. Unterschieden werden muß deshalb immer Klinik und Prophylaxe für Patienten mit und ohne ART.

CMV-Retinitis

Unter allen Organmanifestationen ist die CMV-Retinitis eine der häufigsten und zugleich folgenschwersten Komplikation im natürlichen Verlauf der HIV-Infektion: unbehandelt führt sie bei AIDS zu einer Amaurose. Typisch sind anfänglich verschwommenes Sehen, herabgesetzte Sehschärfe oder Gesichtsfeldausfälle auf zunächst einem Auge. Bisweilen schildern die Patienten auch "Schneetreiben", leuchtende Punkte oder fließende Bilder, so daß jede ungewöhnliche visuelle Sinneswahrnehmung hochverdächtig auf eine CMV-Retinitis ist. Das Auge ist schmerzlos und nicht gerötet. Am Augenhintergrund sind peripher gelegene weißliche Exsudationen und Blutungen zu erkennen. Unbehandelt werden die pathologischen Herde größer und erfassen schließlich die Makula. Bei Nichtbeachtung von Frühsymptomen und Verzögerung der Therapie wächst das Risiko von Residualschäden.

Wichtig ist die Abgrenzung gegenüber den sehr häufigen Cotton-Wool-Herden. Diese erscheinen klein, weiß und mit undeutlicher Abgrenzung, auf jeden Fall ohne Exsudate und Blutungen. Die Cotton-Wool-Herde verursachen keine Symptome. In Zweifelsfällen wird kurzfristig kontrolliert.

Differentialdiagnostisch kommen selten retinale Blutungen, eine Toxoplasmose oder eine Kryptokokkose in Frage. Bei letzteren sind Blutungen selten. Eine akute Retina-Nekrose verursacht im Gegensatz zur CMV-Retinitis Schmerzen, und die Patienten haben gewöhnlich andere Symptome (Konjunktivitis, Episkleritis). Die Abgrenzung ist wegen des differenten therapeutischen Vorgehens wichtig.

CMV-Ösophagitis

Typische Symptome sind Schluckbeschwerden und ein retrosternales Brennen. Damit unterscheidet sich die CMV-Ösophagitis nicht von der Herpes simplex-Ösophagitis und der häufigeren, teilweise gleichzeitig vorliegenden Candida-Ösophagitis. Bei der endoskopischen Untersuchung stellen sich die CMV-Läsionen als diffuse, submuköse Blutungen oder Ulzera dar. Die Diagnose wird bioptisch nach Ausschluß einer Candida- oder Herpes simplex-Infektion gestellt. Gegebenenfalls sollte zunächst durch eine Behandlung ex juvantibus eine Candida-, eventuell auch eine Herpes-Infektion ausgeschlossen werden.

CMV-Enterokolitis

Eine CMV-Erkrankung der distalen Darmabschnitte kommt bei weniger als 10% der AIDS-Patienten vor. Durchfall, krampfartige oder andauernde Schmerzen, Fieber, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust bestimmen die Symptomatik. Vor der endoskopischen Untersuchung sind andere Erreger, die ursächlich für eine Diarrhoe in Frage kämen, auszuschließen. Dies sind vor allem Mykobakterien, Salmonellen, Shigellen, Kryptosporidien, Campylobacter, Amöben, Lamblien und Clostridium difficile. Steht der Schmerz im Vordergrund, sollten allgemein vorkommende Krankheitsbilder berücksichtigt werden (Appendizitis etc.).

Die Diagnose der CMV-Enterokolitis wird bioptisch gestellt. Die endoskopische Untersuchung von Sigmoideum und Kolon offenbart im positiven Fall diffuse Schleimhauteinblutungen und Schleimhautulzera, die gelegentlich bakteriell oder mykotisch superinfiziert sind. Auch hämorrhagische Nekrosen sind möglich. Selbst wenn die histologische und immunhistochemische Aufarbeitung der Gewebeproben die typische CMV-Pathologie aufweist, ist damit immer noch nicht bewiesen, daß die klinische Symptomatik tatsächlich auf CMV zurückzuführen ist. Ein Zusammenhang darf angenommen werden, wenn sich die Beschwerden auf eine antivirale Therapie mit Ganciclovir bessern.

Denkbare Komplikationen der Kolitis wie Perforation, Peritonitis und schwere Blutungen sind möglich, wenn der Krankheitsprozeß nicht rechtzeitig erkannt wird.

CMV-Pneumonie

Allein aufgrund des klinischen Bildes ist eine CMV-Pneumonie nicht zu diagnostizieren. Die Bedeutung von CMV-Antigen in der Bronchiallavageflüssigkeit ist völlig unklar. Auch der histologische Nachweis von "Eulenaugenzellen" oder der molekularbiologische Antigennachweis aus sterilem Gewebe vermag noch nicht sicher zwischen Infektion und (behandlungsbedürftiger) Erkrankung zu unterscheiden. Wie Sektionsergebnisse zeigen, kommt die seltene CMV-Pneumonie häufig zusammen mit anderen Lungenerkrankungen (PCP, KS) vor. Eine probatorische Behandlung ist nur gerechtfertigt, wenn andere Ursachen der Lungenerkrankung ausgeschlossen sind.

CMV-Adrenalitis (M. Addison)

Bei der Autopsie wird häufig eine Beteiligung der Nebennieren mit Nekrosen, vergleichbar dem M. Addison, festgestellt. Da in den meisten Fällen Restgewebe vorhanden ist, kommt es nur selten zu einer klinisch manifesten Nebennierenrindeninsuffizienz. Auch bei diskreten Hinweisen auf typische Addison-Symptome wie Hyponatriämie, Hyperkaliämie, Diarrhoe, Hypotension und Fieber muß an eine CMV-Adrenalitis gedacht werden, die bei langbestehenden Manifestationen häufig ist.

CMV-Enzephalitis

CMV-bedingte Enzephalitiden sind mit bildgebenden Verfahren von der HIV-Enzephalopathie und der PML schwierig abzugrenzen. Bei klinischem Verdacht und Antigennachweis im Liquor (Kultur bzw. PCR) und/oder gegebenenfalls der Nachweis von autochthonen Antikörpern (Liquor/Serum>1) ist eine Therapie mit Foscavir gerechtfertigt.

Bei disseminierter CMV-Infektion werden gelegentlich Ulzerationen der Haut beschrieben, die von HSV- und VZV-Ulzera durch Erregerisolierung und histologische Untersuchung abgegrenzt werden müssen.

Allgemeines diagnostisches Prozedere

Akute CMV-Erkrankungen sind bei mehr als 100 CD4-Zellen/µl eine Rarität, erst recht, wenn die Patienten antiretroviral behandelt werden. Sogar bei CD4-Zellwerten um 50/µl ist eine CMV-Erkrankung unter wirksamer ART eine Rarität, wenn die HIV-Viruslast anhaltend niedrig, z.B. unter 1000 Kopien/ml bleibt. Die Bestimmung der entsprechenden Laborparameter und die Kenntnis der Anamnese sind deshalb die Grundlage für die weitergehende Diagnostik.

Sowohl die Höhe der CMV-IgG-Antikörper-Titer als auch der Nachweis von IgA- oder IgM-Antikörpern gibt keinen Aufschluß über eine (therapiebedürftige) CMV-Erkrankung. CMV-Antigen ist bei einer Retinitis - der wichtigsten CMV-Erkrankung bei HIV-Patienten - meist im Urin nachweisbar, jedoch auch bei vielen Patienten ohne diese Komplikation, so daß auch diese Untersuchung diagnostisch wenig hilfreich ist. Bei klinischem Verdacht sollte in jedem Fall der Antigennachweis aus dem Blut versucht werden.

Bei Befall anderer Organe gilt der histologische Nachweis von "Eulenaugenzellen" als Hinweis für eine CMV-Komplikation. Durch den Antigennachweis wird diese Diagnose erhärtet. Die CMV-Infektion ist in vielen Fällen eine Ausschlußdiagnose.

Zum Ausschluß einer CMV-Erkrankung aus Biopsie-Material, BAL und Liquor ist die CMV-PCR geeignet. Andere Nachweisverfahren sind die Virusisolierung und die Shell-vial-Kultur. Nicht jeder positive Nachweis entspricht jedoch zwingend einer Therapie-Indikation, während negative Befunde eine Infektion auch nicht sicher ausschließen. Die Beurteilung der - wenn möglich kontrollierten - Befunde sollte gemeinsam durch den Kliniker und den Virologen erfolgen.

WS-B11-2: Kombination mit human monoclonal anti-CMV antibody (SDZ MSL 109). Darunter mediane Zeit bis zum ersten Rezidiv >200 Tage.

WS-B11-4: Katlama prüft kontrolliert Ganciclovir vs. Foscarnet gegen Kolitis. Gleiche Erfolgsraten um 84% und gleiche Unverträglichkeitsraten von 25%.

Therapie

Als vergleichbar wirksame Substanzen stehen Ganciclovir, Foscarnet und Cidofovir zur Verfügung.

Wir empfehlen weiterhin zunächst die Gabe von Ganciclovir. Wenngleich eine früher veröffentlichte Studie eine verlängerte Überlebenszeit unter Foscarnet-Behandlung andeutet, ist doch die Gabe von Foscarnet aufwendig, ambulant wegen der langen Infusionszeiten kaum durchführbar und bei vielen Patienten mit erheblichen Nebenwirkungen (Nierenfunktionsstörung bis hin zur Niereninsuffizienz, Elektrolytentgleisungen, Penisulzera) belastet.

Cidofovir ist zwar durch seine lange Halbwertzeit und die langen Intervalle zwischen den Infusionen interessant, doch ist die Substanz ausgesprochen nephrotoxisch.

Die Gründe, die für die eine und die andere Substanz sprechen, sollten daher mit den Patienten besprochen werden. Vor Beginn einer Ganciclovir-Therapie müssen etwaige Kontraindikationen (z. B. chemotherapeutische Behandlung bei Kaposi-Sarkom oder malignem Non-Hodgkin-Lymphom; schwere Neutropenie anderer Genese) geprüft werden.

Therapie der akuten CMV-Retinitis

Indikation

Medikament

Dosis/Tag

Appl.

Rezeptur

Dauer

Akute Retinitis

1+2. Episode

Ganciclovir

2 x 5

mg / kg

i.v.

2 x 300 mg iv. in je 250 ml NaCl

bis zur Vernarbung (meist 14 Tage)

wie oben und Neutropenie

wie oben

+ G-CSF

300 µg alle

1-3 Tage

s.c.

1 x 1 ml Neupogen 30â alle 3 Tage

bis Leukozyten

³ 200/µl

Ganciclovir - Versagen/ Un-verträglichkeit

Foscarnet

2 x 90

mg / kg

i.v.

2 x 6 g iv.: jeweils 250 ml mit 1000 ml Gl 5% oder NaCl in 2 Std.

bis zur Vernarbung (meist 2 - 3 Wochen)

Rezidive bzw. Ganciclovir + Foscarnetvers.

Cidofovir +

Probenecid

1 x 5 mg/kg und 4 x 1g

pro Woche

i.v.

1x 300mg iv. nach 1000 ml NaCl; Prob. nach Plan

bis zur Vernarbung und weiter !

Alternative

Ganciclovir

+

Foscarnet

2 x 5 mg/kg und

2x90 mg/kg

i.v.

2 x 300 mg wie oben

und

2 x 6 g wie oben

bis zur Vernarbung (meist 2 - 3

Wochen)

akute drohende Erblindung

Ganciclovir

+

Foscarnet

2 x 5 mg/kg und 2 x 90 mg/kg/Tag

i.v.

i.v.

2 x 300 mg iv.

und

2 x 6 g iv. wie oben

bis zur Vernarbung

Zur Retinitis-Behandlung wird Ganciclovir täglich zweimal in einer Dosierung von 5 mg/kg als Infusion über eine Stunde verabreicht. Eine Stabilisierung des ophthalmologischen Befundes wird bei der ersten Retinitis-Episode zu über 90% erreicht. Die Initialtherapie dauert zwei bis drei Wochen, mindestens bis zur Vernarbung der Retina-Läsionen. Da in keinem Fall ohne Verbesserung der T-Zell-Abwehr eine echte Heilung, sondern nur ein Stillstand des Krankheitsprozesses erreicht wird, wird die Initialtherapie zunächst mit einer Suppressionstherapie in halber Dosierung fortgeführt (siehe oben).

Ganciclovir ist myelotoxisch. Die gleichzeitige Behandlung mit anderen Medikamenten mit knochenmarktoxischer Wirkung (AZT, Pyrimethamin, Cotrimoxazol oder Chemotherapie) ist problematisch. Unterhalb von 500 Neutrophilen/µl kann bei florider Retinitis die Therapie meist nur bei gleichzeitiger Gabe von G-CSF fortgesetzt werden (zum Prozedere siehe Therapietabelle).

Bei Unverträglichkeit oder Unwirksamkeit von Ganciclovir wird in der Regel zunächst Foscarnet, 2 x 90 mg/kg i.v., eingesetzt. Diese Substanz ist bekannt für ihre Nierentoxizität und sollte daher nicht gleichzeitig mit anderen nephrotoxischen Medikamenten eingesetzt werden. Auf eine ausreichende Hydrierung der Patienten ist zu achten.

Mit Cidofovir steht eine weitere Substanz mit guter CMV-Wirkung zur Verfügung, die auch bei Ganciclovir-Resistenz eingesetzt werden kann. Da Cidofovir eine sehr lange Halbwertzeit hat, wird es während der initialen Behandlung in einer Dosierung von 5 mg/kg intravenös nur einmal wöchentlich verabreicht, während der folgenden Suppressionstherapie sogar nur einmal alle zwei Wochen. Diese langen Therapieintervalle machen Cidofovir attraktiv, doch hat die Substanz ein erhebliches nephrotoxisches Potential. Vor Beginn der Behandlung (innerhalb von 48 Stunden vor Cidofovir-Gabe!) muß immer (!) die Nierenfunktion (Serumkreatinin, Kreatinin-Clearance, Proteinausscheidung im Urin) kontrolliert werden und der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen sein. Serumkreatininwerte über 1.5 mg/dL, eine Kreatinin-Clearance unter 55 ml/min oder eine Proteinausscheidung im Urin von mehr als 100 mg/dL sind vorerst Kontraindikationen für eine Behandlung mit Cidofovir. Bei Patienten, die zuvor mit Foscarnet behandelt wurden, scheint das Risiko einer Nierenschädigung durch Cidofovir erhöht. Detaillierte Hinweise zur Durchführung der Therapie, insbesondere zur Hydrierung der Patienten, siehe unter Cidofovir, im Abschnitt "Hinweise".

Die Wirksamkeit von CMV-Hyperimmunglobulin ist zur Behandlung der CMV-Erkrankungen nicht belegt. Ihr Einsatz erscheint deshalb nur in besonderen Fällen gerechtfertigt.

Suppressionstherapie

Nach erfolgreicher Behandlung einer CMV-Retinitis ist ohne wesentliche Verbesserung der zellulären Immunität eine lebenslange Suppressionstherapie erforderlich. Dies trifft vermutlich auch für alle anderen Organmanifestationen zu.

Spätestens nach einer akuten Behandlung gehört deshalb die Einleitung, Überprüfung und gegebenenfalls Neueinstellung einer antiretroviralen Therapie wesentlich zur Behandlung der CMV-Erkrankung.

Unter welchen Bedingungen eine CMV-Suppressionstherapie sicher abgesetzt werden kann bzw. überflüssig wird, ist bisher nicht geklärt. Vorläufige Studienergebnisse mit Nachbeobachtungen von 7-12 Monaten lassen vermuten, daß auf eine Prophylaxe nach manifester CMV-Retinitis verzichtet werden kann, wenn

- die akute CMV-Erkrankung ausreichend lange und intensiv bis zu ihrer Ausheilung behandelt wurde,

- unter der Suppressionsbehandlung (z. B. 3 Monate) keine Rezidiverkrankung auftrat,

- eine wirksame mindestens 3-monatige antiretrovirale Kombinationsbehandlung durchgeführt worden ist mit:

- anhaltendem Anstieg der CD4-Helferzellen über 150 CD4-Zellen/µl und

- stabiler Reduktion der Virämie unter 10.000 Kopien/µl.

Die Suppressionsbehandlung der CMV-Infektion wird in der Regel mit Ganciclovir durchgeführt. An 5 Tagen der Woche werden 6 mg/kg oder täglich 5 mg/kg Körpergewicht verabreicht. Bei Leukopenie ist eventuell die G-CSF-Gabe indiziert (siehe oben).

Neben der intravenös zu applizierenden Substanz ist Ganciclovir auch in Tablettenform erhältlich. Aus mehreren Studien ist bekannt, daß die rezidivfreie Zeit unter der oralen Behandlung um 30% deutlich kürzer ist als unter einer intravenösen Behandlung. Trotz dieser schlechten Ergebnisse (eine Folge der geringen Resorption) und der hohen Tablettenzahl ist die orale Gabe von Ganciclovir eine Alternative für Patienten, bei denen eine intravenöse Behandlung situationsbedingt (Reisen) oder dauerhaft (drogenabhängige Patienten) nicht möglich ist. Zudem wird die orale Ganciclovir-Prophylaxe nach CMV-Retinitis unter wirksamer ART vielfach angewendet, ohne daß deren Wirksamkeit und vor allem auch deren Notwendigkeit überprüft werden konnten.

Bei Unverträglichkeit oder Unwirksamkeit von Ganciclovir kann Foscarnet, mit einer Suppressionsdosis von 90 bis 120 mg/kg täglich, eingesetzt werden.

Eine weitere, allerdings auch kostspielige Alternative ist Cidofovir, da eine intravenöse Behandlung nur einmal alle zwei Wochen notwendig ist. Die Dosierung beträgt 5 mg/kg. Voraussetzung für eine Behandlung ist eine intakte Nierenfunktion (zu Einzelheiten, siehe Seite *). Regelmäßige Kontrollen müssen gewährleistet sein. Die Patienten müssen vor der Therapie ausreichend hydriert werden.

Kontrollen sind in regelmäßigen Abständen auch ohne subjektive Beschwerden notwendig, um Rezidive rechtzeitig zu erfassen.

Supressionsbehandlung der CMV-Retinitis

Indikation

Medikament

Dosis/Tag

Appl.

Rezeptur

Dauer

nach akuter

Retinitis

Ganciclovir

1 x 6 mg/kg pro 5 Tage

i.v.

1 x 300 mg iv. in je 250 ml NaCl

unbegrenzt bzw. bis CD4 ­ ­

wie oben und

Neutropenie

wie oben + G-CSF

300 µg alle

1-3 Tage

s.c.

1 x 1 ml Neupogen 30â alle 3 Tage

bis Leukozyten

³ 200/µl

Ganciclovir- Versagen oder Unverträglichkeit

Foscarnet

1 x 90 an 7 oder 1 x 120 mg/kg an 5 Tagen/Wo.

i.v.

1x6 g (oder 1x7,5 g) iv.: 250 ml (oder 325 ml) mit 1000 ml Gl 5% oder NaCl in 2 Std.

unbegrenzt bzw. bis CD4 ­ ­

Wiederholte Rezidive

Cidofovir +

Probenecid

1 x 5 mg/kg und 4 x 1g

alle 14 Tage

i.v.

1x 300mg iv. nach 1000 ml NaCl; Probenecid nach Plan

unbegrenzt bzw. bis CD4 ­ ­

Alternative

Ganciclovir

+

Foscarnet

1 x 5 mg/kg und

1x 90 mg/kg

i.v.

1 x 300 mg wie oben

und

1 x 6 g wie oben

unbegrenzt bzw. bis CD4 ­ ­

Intermit-tierend

Ganciclovir

Kapseln

3 - 6 g

oral

3 x 4 - 3 x 8 Kps.

a 250 mg / Tag

z.B. 3-4 Wochen bei Urlaub

 

 

 

 

 

 

CMV-Retinitiden rezidivieren, wenn nicht gleichzeitig eine antiretrovirale Behandlung durchgeführt wird, auch unter konsequent durchgeführter Behandlung und unabhängig von der Substanz, die zur Prophylaxe eingesetzt wird. Meist lassen sich die Rezidive mit einem erneuten Behandlungszyklus von zweimal täglich Ganciclovir 5 mg/kg beherrschen.

Intravitreale Behandlung der CMV-Retinitis

Indikation

Medikament

Dosis

Applikation

Dauer

z.B. iv. Behandlung nicht möglich

Cidofovir +

Probenecid

20 µg Cidofovir und 1 x 4 g Probenecid/ Monat

intravitreal

und oral

solange Wirkung

vorhanden

 

Ganciclovir-

Implantat

1 x 6 mg

alle 6 - 9 Monate

intravitreal

solange Wirkung

vorhanden

 

Foscarnet

1,2 - 2,4 mg

pro Woche

intravitreal

bis zur Vernarbung

ggf. zusätzlich bei

system. Erkrankung

Ganciclovir

Kapseln

3 bis 6g @ 3 x 4 bis 3 x 8 Kps a 250 mg pro Tag

oral

mit intravitrealer

Behandlung

 

Intravitreale Behandlung

Intraokuläre Medikamenten-Depots, die ihre Wirksubstanz kontinuierlich abgeben, sogenannte Pellets, wurden in den Jahren vor der breiten Einführung der ART vielfach zur Suppressionsbehandlung der CMV-Retinitis eingesetzt. Die Pellets geben stündlich 1 Mikrogramm Ganciclovir ins Augeninnere ab. Um das Auftreten systemischer CMV-Komplikationen zu vermeiden, wird gleichzeitig oft Ganciclovir in Tablettenform verabreicht. Die Kombination von Pellet-Implantation und oraler Ganciclovir-Prophylaxe ist mindestens so wirksam wie die intravenös durchgeführt Prophylaxe und für die Patienten - einmal abgesehen von dem augenchirurgischen Eingriff - deutlich einfacher in der Durchführung. Eine Zweitimplantation eines Pellets wird durchschnittlich nach 6 Monaten notwendig.

Die Häufigkeit der schwerwiegendsten Komplikation der Pellet-Implantation, der Netzhautablösung, wird in der Literatur mit 0 bis 23% angegeben. Mit zunehmender Dauer der Nachbeobachtung und vor allem nach mehrfacher Pellet-Implantation erscheint die Rate der unerwünschten Wirkungen eher bei einem Viertel aller Patienten zu liegen.

Generic

Handelsname

Art

Substanz

Menge

Preis

Cidofovir

Vistide

Amp.

5 ml, 375 mg

1

2026,75

Ganciclovir

Cymeven

Inj. Fl.

500 mg

1

170,44

10

1674,53

Kps.

250 mg

84

1111,92

168

2000,14

336

3511,54

G-CSF

Neupogen 30

Inj. Fl.

1 ml

5

1767,29

Granocyte 34

Dst.Fl.

5

1746,02

Foscarnet

Foscavir

Inf.-Lsg.

250 ml ,24 mg/ml

6

1027,56

500 ml ,24 mg/ml

6

1694,49

Probenecid

Probenecid

Tbl.

500 mg

20

25,22

 

Literatur

  1. AREVALO JF, Gonzalez C, Capparelli EV, et al. Intravitreous and plasma concentrations of ganciclovir and foscarnet after intravenous therapy in patients with AIDS and cytomegalovirus retinitis. J Infect Dis 1995; 172:951-6. [0007561215]
  2. BEAUGERIE L, Cywiner-Golenzer C, Monfort L, et al. Definition and diagnosis of cytomegalovirus colitis in patients infected by human immunodeficiency virus. J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol 1997; 14:423-9. [9170416]
  3. BERTELLI D, Stellini R, Cadeo GP. Recurrence of cytomegalovirus retinitis in an HIV-infected patient responsive to highly active antiretroviral therapy late after discontinuation of gancyclovir. AIDS 1999; 13:1792-4.
  4. BLANK BS, Meenhorst PL, Weverling GJ, et al. Quantitative pp65-antigenemia assay for the prediction of human cytomegalovirus disease in HIV-infected patients. AIDS 1999; 13:2533-9.
  5. BOIVIN G, Gilbert C, Morissette M, Handfield J, Goyette N, Bergeron MG. A case of ganciclovir-resistant cytomegalovirus (CMV) retinitis in a patient with AIDS: longitudinal molecular analysis of the CMV viral load and viral mutations in blood compartments. AIDS 1997; 11:867-73. [9189211]
  6. BOIVIN G, Quirk MR, Kringstad BA, Germain M, Jordan MC. Early effects of ganciclovir therapy on the quantity of cytomegalovirus DNA in leukocytes of immunocompromised patients. Antimicrob Agents Chemother 1997; 41:860-2. [9087507]
  7. BOWEN EF, Sabin CA, Wilson P, et al. Cytomegalovirus (CMV) viraemia detected by polymerase chain reaction identifies a group of HIV-positive patients at high risk of CMV disease. AIDS 1997; 11:889-93. [9189214]
  8. BOWEN EF, Wilson P, Atkins M, et al. Natural history of untreated cytomegalovirus retinitis. Lancet 1995; 346:1671-3. [0008551826]
  9. BROSGART CL, Louis TA, Hillman DW, et al. A randomized, placebo-controlled trial of the safety and efficacy of oral ganciclovir for prophylaxis of cytomegalovirus disease in HIV- infected individuals. Terry Beirn Community Programs for Clinical Research on AIDS. AIDS 1998; 12:269-77.
  10. CASADO JL, Arrizabalaga J, Montes M, et al. Incidence and risk factors for developing cytomegalovirus retinitis in HIV-infected patients receiving protease inhibitor therapy. Spanish CMV- AIDS Study Group. AIDS 1999; 13:1497-502.
  11. CHOU S, Marousek G, Guentzel S, et al. Evolution of mutations conferring multidrug resistance during prophylaxis and therapy for cytomegalovirus disease. J Infect Dis 1997; 176:786-9. [9291334]
  12. CINQUE P, Baldanti F, Vago L, et al. Ganciclovir therapy for cytomegalovirus (CMV) infection of the central nervous system in AIDS patients: monitoring by CMV DNA detection in cerebrospinal fluid. J Infect Dis 1995; 171:1603-6. [0007769299]
  13. DANNER SA, Matheron S. Cytomegalovirus retinitis in AIDS patients: a comparative study of intravenous and oral ganciclovir as maintenance therapy. AIDS 1996; 10 Suppl 4:S7-11. [9110064]
  14. DEAYTON J, Mocroft A, Wilson P, Emery VC, Johnson MA, Griffiths PD. Loss of cytomegalovirus (CMV) viraemia following highly active antiretroviral therapy in the absence of specific anti-CMV therapy. AIDS 1999; 13:1203-6.
  15. DODT KK, Jacobsen PH, Hofmann B, et al. Development of cytomegalovirus (CMV) disease may be predicted in HIV- infected patients by CMV polymerase chain reaction and the antigenemia test. AIDS 1997; 11:F21-8. [9147416]
  16. DREW WL, Ives D, Lalezari JP, et al. Oral ganciclovir as maintenance treatment for cytomegalovirus retinitis in patients with AIDS. Syntex Cooperative Oral Ganciclovir Study Group. N Engl J Med 1995; 333:615-20. [0007637721]
  17. DREW WL, Stempien MJ, Andrews J, et al. Cytomegalovirus (CMV) resistance in patients with CMV retinitis and AIDS treated with oral or intravenous ganciclovir. J Infect Dis 1999; 179:1352-5.
  18. DROUET E, Boibieux A, Michelson S, et al. Polymerase chain reaction detection of cytomegalovirus DNA in peripheral blood leukocytes as a predictor of cytomegalovirus disease in HIV-infected patients. AIDS 1993; 7:665-8. [0008391272]
  19. EMERY VC, Sabin C, Feinberg JE, Grywacz M, Knight S, Griffiths PD. Quantitative effects of valacyclovir on the replication of cytomegalovirus (CMV) in persons with advanced human immunodeficiency virus disease: baseline CMV load dictates time to disease and survival. CMV Prophylaxis Study Group. J Infect Dis 1999; 180:695-701.
  20. FELSENSTEIN D: Treatment of cytomegalovirus retinitis with 9-[2-hydroxy-1- (hydroxymethyl)ethoxymethyl]guanine. Ann Intern Med 1985; 103: 377 -80.
  21. FONG IW. Association of cytomegalovirus infection and penile ulcer. Ann Intern Med 1993; 119:1149.
  22. FRANCISCI D, Tosti A, Baldelli F, Stagni G, Pauluzzi S. The pp65 antigenaemia test as a predictor of cytomegalovirus-induced end-organ disease in patients with AIDS. AIDS 1997; 11:1341-5. [9302443]
  23. GAYET S, Ville E, Durand JM, et al. Foscarnet-induced hypercalcaemia in AIDS. AIDS 1997; 11:1068-70.
  24. GERARD L, Leport C, Flandre P, et al. Cytomegalovirus (CMV) viremia and the CD4+ lymphocyte count as predictors of CMV disease in patients infected with human immunodeficiency virus. Clin Infect Dis 1997; 24:836-40. [9142778]
  25. GOODGAME RW. Gastrointestinal cytomegalovirus disease. Ann Intern Med 1993; 119:924-35. [0008215005]
  26. GOZLAN J, el Amrani M, Baudrimont M, et al. A prospective evaluation of clinical criteria and polymerase chain reaction assay of cerebrospinal fluid for the diagnosis of cytomegalovirus-related neurological diseases during AIDS. AIDS 1995; 9:253-60. [0007755913]
  27. HANSEN KK, Vestbo J, Benfield T, Lundgren JD, Mathiesen LR. Rapid detection of cytomegalovirus in bronchoalveolar lavage fluid and serum samples by polymerase chain reaction: correlation of virus isolation and clinical outcome for patients with human immunodeficiency virus infection. Clin Infect Dis 1997; 24:878-83. [9142786]
  28. JABS DA, Enger C, Dunn JP, Forman M. Cytomegalovirus retinitis and viral resistance: ganciclovir resistance. CMV Retinitis and Viral Resistance Study Group. J Infect Dis 1998; 177:770-3.
  29. JACOBSON MA, Zegans M, Pavan PR, et al. Cytomegalovirus retinitis after initiation of highly active antiretroviral therapy. Lancet 1997; 349:1443-5. [9164318]
  30. JACOBSON MA. Treatment of cytomegalovirus retinitis in patients with the acquired immunodeficiency syndrome. N Engl J Med 1997; 337:105-14.
  31. KAISER L, Perrin L, Hirschel B, et al. Foscarnet decreases human immunodeficiency virus RNA. J Infect Dis 1995; 172:225-7. [0007797916]
  32. KARAVELLAS MP, Plummer DJ, Macdonald JC, et al. Incidence of immune recovery vitritis in cytomegalovirus retinitis patients following institution of successful highly active antiretroviral therapy. J Infect Dis 1999; 179:697-700.
  33. KOMANDURI KV, Viswanathan MN, Wieder ED, et al. Restoration of cytomegalovirus-specific CD4+ T-lymphocyte responses after ganciclovir and highly active antiretroviral therapy in individuals infected with HIV-1. Nat Med 1998; 4:953-6.
  34. LALEZARI JP, Kuppermann BD. Clinical experience with cidofovir in the treatment of cytomegalovirus retinitis. J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol 1997; 14 Suppl 1:S27-31. [9058615]
  35. LITTLER E, Stuart AD, Chee MS. Human cytomegalovirus UL97 open reading frame encodes a protein that phosphorylates the antiviral nucleoside analogue ganciclovir. Nature 1992; 358:160-2. [0001319559]
  36. LIU W, Kuppermann BD, Martin DF, Wolitz RA, Margolis TP. Mutations in the cytomegalovirus UL97 gene associated with ganciclovir- resistant retinitis. J Infect Dis 1998; 177:1176-81.
  37. MACDONALD JC, Torriani FJ, Morse LS, Karavellas MP, Reed JB, Freeman WR. Lack of reactivation of cytomegalovirus (CMV) retinitis after stopping CMV maintenance therapy in AIDS patients with sustained elevations in CD4 T cells in response to highly active antiretroviral therapy. J Infect Dis 1998; 177:1182-7.
  38. MARTIN DF, Kuppermann BD, Wolitz RA, Palestine AG, Li H, Robinson CA. Oral ganciclovir for patients with cytomegalovirus retinitis treated with a ganciclovir implant. Roche Ganciclovir Study Group. N Engl J Med 1999; 340:1063-70.
  39. MICHELET C, Arvieux C, Francois C, et al. Opportunistic infections occurring during highly active antiretroviral treatment. AIDS 1998; 12:1815-22.
  40. MUSCH DC, Martin DF, Gordon JF, Davis MD, Kuppermann BD. Treatment of cytomegalovirus retinitis with a sustained-release ganciclovir implant. The Ganciclovir Implant Study Group. N Engl J Med 1997; 337:83-90. [9211677]
  41. NAVARRO JF, Quereda C, Moreno A, Quereda C. Renal tubular acidosis following treatment with foscarnet. AIDS 1995; 9:1389-90.
  42. NELSON MR, Erskine D, Hawkins DA, Gazzard BG. Treatment with corticosteroids--a risk factor for the development of clinical cytomegalovirus disease in AIDS. AIDS 1993; 7:375-8. [0008097096]
  43. O'SULLIVAN CE, Drew WL, McMullen DJ, et al. Decrease of cytomegalovirus replication in human immunodeficiency virus infected-patients after treatment with highly active antiretroviral therapy. J Infect Dis 1999; 180:847-9.
  44. PALELLA FJ JR, Delaney KM, Moorman AC, et al. Declining morbidity and mortality among patients with advanced human immunodeficiency virus infection. HIV Outpatient Study Investigators. N Engl J Med 1998; 338:853-60.
  45. PLESKOFF O, Treboute C, Brelot A, Heveker N, Seman M, Alizon M. Identification of a chemokine receptor encoded by human cytomegalovirus as a cofactor for HIV-1 entry. Science 1997; 276:1874-8. [9188536]
  46. RASMUSSEN L, Zipeto D, Wolitz RA, Dowling A, Efron B, Merigan TC. Risk for retinitis in patients with AIDS can be assessed by quantitation of threshold levels of cytomegalovirus DNA burden in blood. J Infect Dis 1997; 176:1146-55. [9359712]
  47. ROSE DN, Sacks HS. Cost-effectiveness of cytomegalovirus (CMV) disease prevention in patients with AIDS: oral ganciclovir and CMV polymerase chain reaction testing. AIDS 1997; 11:883-7. [9189213]
  48. SALOMON N, Gomez T, Perlman DC, Laya L, Eber C, Mildvan D. Clinical features and outcomes of HIV-related cytomegalovirus pneumonia. AIDS 1997; 11:319-24. [9147423]
  49. SCHURMANN D, Bergmann F, Grobusch MP, Behnsch M, Liekfeld A. Lack of efficacy of cidofovir in treating AIDS-related cytomegalovirus retinitis after long-term treatment with ganciclovir. AIDS 1998; 12:678-9.
  50. SEGONDY M, Montes B, Delmas B, Leclercq C, Janbon F, Reynes J. Changes in HIV-1 RNA plasma level in patients treated with foscarnet. J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol 1997; 14:79-80.
  51. SHINKAI M, Bozzette SA, Powderly W, Frame P, Spector SA. Utility of urine and leukocyte cultures and plasma DNA polymerase chain reaction for identification of AIDS patients at risk for developing human cytomegalovirus disease. J Infect Dis 1997; 175:302-8. [9203650]
  52. SMITH IL, Macdonald JC, Freeman WR, Shapiro AM, Spector SA. Cytomegalovirus (CMV) retinitis activity is accurately reflected by the presence and level of CMV DNA in aqueous humor and vitreous. J Infect Dis 1999; 179:1249-53.
  53. SPECTOR SA, Busch DF, Follansbee S, et al. Pharmacokinetic, safety, and antiviral profiles of oral ganciclovir in persons infected with human immunodeficiency virus: a phase I/II study. AIDS Clinical Trials Group, and Cytomegalovirus Cooperative Study Group. J Infect Dis 1995; 171:1431-7. [0007769276]
  54. SPECTOR SA. Current therapeutic challenges in the treatment of cytomegalovirus retinitis. J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol 1997; 14 Suppl 1:S32-5. [9058616]
  55. STALDER N, Sudre P, Olmari M, et al. Cytomegalovirus retinitis: decreased risk of bilaterality with increased use of systemic treatment. Swiss HIV Cohort Study Group. Clin Infect Dis 1997; 24:620-4. [9145735]
  56. STEIN DS. Cytomegalovirus retinitis after initiation of highly active antiretroviral therapy. Lancet 1997; 350:589-90.
  57. STRICKER RB, Goldberg B. Cytomegalovirus retinitis after initiation of highly active antiretroviral therapy. Lancet 1997; 350:589.
  58. STUDIES OF OCULAR COMPLICATIONS OF AIDS RESEARCH GROUP. Antiviral effects of foscarnet and ganciclovir therapy on human immunodeficiency virus p24 antigen in patients with AIDS and cytomegalovirus retinitis. J Infect Dis 1995; 172:613-21. [0007658051]
  59. STUDIES OF OCULAR COMPLICATIONS OF AIDS RESEARCH GROUP. Cytomegalovirus (CMV) culture results, drug resistance, and clinical outcome in patients with AIDS and CMV retinitis treated with foscarnet or ganciclovir. J Infect Dis 1997; 176:50-8. [9207349]
  60. STUDIES OF OCULAR COMPLICATIONS OF AIDS RESEARCH GROUP. Mortality in patients with the acquired immunodeficiency syndrome treated with either foscarnet or ganciclovir for cytomegalovirus retinitis. N Engl J Med 1992; 326:213-20. [0001345799]
  61. STUDIES OF OCULAR COMPLICATIONS OF AIDS RESEARCH GROUP. Parenteral cidofovir for cytomegalovirus retinitis in patients with AIDS: the HPMPC peripheral cytomegalovirus retinitis trial. A randomized, controlled trial. Ann Intern Med 1997; 126:264-74. [9036798]
  62. TURAL C, Romeu J, Sirera G, et al. Long-lasting remission of cytomegalovirus retinitis without maintenance therapy in human immunodeficiency virus-infected patients. J Infect Dis 1998; 177:1080-3.
  63. TURAL C, Sirera G, Romeu J, et al: A 24 month follow-up of cytomegalovirus retinitis without secondary prophylaxis following highly active antiretroviral therapy [Abstract 455]. 6th Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections, Chicago, Ill, 1999.
  64. UTHAYAKUMAR S, Birthistle K, Dalton R, Hay PE. Cytomegalovirus retinitis after initiation of highly active antiretroviral therapy. Lancet 1997; 350:588-9.
  65. WALSH JC, Jones CD, Barnes EA, Gazzard BG, Mitchell SM. Increasing survival in AIDS patients with cytomegalovirus retinitis treated with combination antiretroviral therapy including HIV protease inhibitors. AIDS 1998; 12:613-8.
  66. WHITCUP SM, Fortin E, Lindblad AS, et al. Discontinuation of anticytomegalovirus therapy in patients with HIV infection and cytomegalovirus retinitis. JAMA 1999; 282:1633-7.
  67. WHITCUP SM, Fortin E, Nussenblatt RB, Polis MA, Muccioli C, Belfort R Jr. Therapeutic effect of combination antiretroviral therapy on cytomegalovirus retinitis. JAMA 1997; 277:1519-20.

 
 
     
 

Design:

 
 
 

  Wichtiger Hinweis für die Leser