![]() |
Home
Geschichte
|
HIV
Medicine
Wer ?
Was ?
FMI
|
Flying
Publisher
|
|
HIV.NET 2007 774 Seiten, PDF, 8 MB Download Nachrichten HAART Klinik Medikamente Kongressberichte Mailing-Liste
|
Interaktionen 2006 von Leonie Meemken In der HIV-Therapie spielen vor allem Interaktionen während des Arzneistoffstransports über das P-Glykoprotein und der Metabolisierung über das Cytochrom-System (CYP-450) eine Rolle. Das Cytochrom-System besteht aus verschiedenen Isoenzymen. PIs und NNRTIs werden wie viele andere Arzneimittel primär über das Isoenzym CYP-3A4 metabolisiert. CYP-3A4 kommt in der Leber und in den Enterozyten des Magen-Darm-Traktes vor, so daß ein Teil der Metabolisierung bereits in den Enterozyten beginnt. Wie schnell Medikamente abgebaut werden, hängt von genetischen Polymorphismen ab. Eine fehlende oder reduzierte Enzymaktivität führt zu einer verlängerten Verweildauer der Arzneistoffe im Körper. Arzneistoffe können bei der Metabolisierung über das Cytochrom-System drei Funktionen haben: Die des Substrates, des Inhibitors und des Induktors. Manche Arzneimittel wie z. B. Ritonavir, Efavirenz und Nelfinavir können sowohl Substrat, Inhibitor oder Induktor sein. Welche Funktion dabei zum Tragen kommt, hängt von der Arzneimittelkombination ab. Um Interaktionen zu beurteilen, ist eine vollständige Medikamentenanamnese inklusive der Pflanzenextrakte und Partydrogen notwendig. Insbesondere sollte auf Arzneistoffe geachtet werden, die vermehrt Interaktionen verursachen, wie z. B. PIs, Rifabutin, Antimykotika und Antiepileptika. Bei Nebenwirkungen oder virologischem Therapieversagen sollte immer die Möglichkeit von Interaktionen in Betracht gezogen werden. Mehr in den Übersichtstabellen. Download PDF, 32 Seiten - Der Originaltext aus HIV.NET 2007
|
|
Wichtiger Hinweis für die Leser
|
||||