Home Casteddu Amedeo Prize Flying Publisher
 
 
HIV-Literatur
Die wissenschaftlichen Publikationen der Woche
1. HIV/AIDS
2. ART

HIV.NET 2008
812 Seiten, PDF, 5 MB
Download


HIV-Therapie

Medikamente

Klinik

Mailing-Liste

Nachrichten



 
 
 
 
 
 
 
 


 
>>> 1995-2008: Die HIV.NET-Geschichte


Interaktionen

von Leonie Meemken

In der HIV-Therapie spielen vor allem Interaktionen während des Arzneistoffstransports über das P-Glykoprotein und der Metabolisierung über das Cytochrom-System (CYP-450) eine Rolle.

Das Cytochrom-System besteht aus verschiedenen Isoenzymen. PIs und NNRTIs werden wie viele andere Arzneimittel primär über das Isoenzym CYP-3A4 metabolisiert. CYP-3A4 kommt in der Leber und in den Enterozyten des Magen-Darm-Traktes vor, so daß ein Teil der Metabolisierung bereits in den Enterozyten beginnt. Wie schnell Medikamente abgebaut werden, hängt von genetischen Polymorphismen ab. Eine fehlende oder reduzierte Enzymaktivität führt zu einer verlängerten Verweildauer der Arzneistoffe im Körper.

Arzneistoffe können bei der Metabolisierung über das Cytochrom-System drei Funktionen haben: Die des Substrates, des Inhibitors und des Induktors. Manche Arzneimittel wie z. B. Ritonavir, Efavirenz und Nelfinavir können sowohl Substrat, Inhibitor oder Induktor sein. Welche Funktion dabei zum Tragen kommt, hängt von der Arzneimittelkombination ab. Um Interaktionen zu beurteilen, ist eine vollständige Medikamentenanamnese inklusive der Pflanzenextrakte und Partydrogen notwendig. Insbesondere sollte auf Arzneistoffe geachtet werden, die vermehrt Interaktionen verursachen, wie z. B. PIs, Rifabutin, Antimykotika und Antiepileptika. Bei Nebenwirkungen oder virologischem Therapieversagen sollte immer die Möglichkeit von Interaktionen in Betracht gezogen werden. Bei den oftmals komplexen Fragen gibt es im Internet Angebote für eine individuelle Beratung: www.ifi-interaktions-hotline.de.

Die Plasmaspiegel der Medikamente hängen von vielen Faktoren ab, wie z. B. der ethnischen Abstammung, von Nieren- und Lebererkrankungen, vom Alter oder dem Geschlecht. Daher können Vorhersagen zu Interaktionen immer nur Tendenzen aufzeigen. In vielen Fällen ist ein therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) hilfreich.




Lesen Sie bitte den vollständigen Text in HIV.NET 2008 auf Seite 767.

Download (PDF, 16. Auflage, 812 Seiten, 5.2 MB)


 

 
     
 

Design:

 
 
 

  Wichtiger Hinweis für die Leser.

HIV.NET ist ein Flying Publisher Website.