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zum HIV.NET-Buch

Schwangerschaft und HIV

Therapie der Mutter und Prävention für das Neugeborene

von M. Vocks-Hauck

90-Tage-Literatur

Die HIV-Infektion des Neugeborenen ist in Westeuropa und den USA seit der Einführung der antiretroviralen Transmissionsprophylaxe und der elektiven Sectio selten geworden. Während die perinatale HIV-Transmissionsrate in Europa Anfang der 90er Jahre noch bei etwa 15 % lag, beträgt sie heute nur noch wenige Prozent (Connor 1994, European Collaborative Study 2005). HIV-Infektionen post partum sind vermeidbar, sofern HIV-infizierte Mütter nicht stillen. Seit der Einführung der Transmissionsprophylaxe hat sich auch die Therapie der HIV-Infektion gewandelt. Eine Schwangerschaft gilt heute nicht mehr generell als Kontraindikation für eine antiretrovirale Therapie (Agangi 2005, CDC 2006 a).

Im folgenden Kapitel werden die Empfehlungen der Deutschen und Österreichischen AIDS-Gesellschaft zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft zusammengefasst (DAIG 2005). Berücksichtigung finden auch europäische (Coll 2002, British HIV Association 2005) und amerikanische Guidelines (CDC 2006 a)

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