![]() |
| Home Casteddu | Amedeo Prize |
Flying
Publisher
|
|
ART Klinik Medikamente
|
Extrem seltene oder nicht taugliche Übertragungswege Medizinisches Personal
1990 wurde bekannt, dass sechs Patienten eines HIV-infizierten Zahnarztes aus Florida ohne
erkennbares Risiko mit HIV infiziert waren (CDC 1990, CDC 1991b). Bei allen Patienten waren invasive
Eingriffe vorgenommen worden. Es wurde spekuliert, dass entweder Verletzungen des Zahnarztes
während der Arbeit zu einem direkten Wundkontakt mit infiziertem Blut führten oder
Sterilisationsrichtlinien missachtet wurden. Die Gefahr, die von HIV-positivem Medizinpersonal für Patienten ausgeht, ist
dennoch sehr gering. 1993 wurden 19.036 Patienten von 57 HIV-infizierten Ärzten,
Zahnärzten und Medizinstudenten untersucht (CDC 1993a). Zwar waren 92 Patienten HIV-positiv,
doch keiner der Patienten war von seinem Behandler mit HIV infiziert worden. HIV ist in sehr seltenen Einzelfällen durch Alltagskontakte zwischen
Familienangehörigen übertragen worden. Man nimmt an, dass Kontakt von Haut oder
Schleimhäuten mit infiziertem Blut der Übertragungsweg war. Um diese Fälle zu
vermeiden, sollte jeglicher Kontakt mit Blut von HIV-infizierten Personen oder Personen, bei denen
der HIV-Status unklar ist, vermieden werden. Zu den empfohlenen Sicherheitsvorkehrungen
gehören: Handschuhe tragen bei Kontakt mit Blut oder anderen
Körperflüssigkeiten, die Blut enthalten könnten (Urin, Stuhl, Erbrochenes). Es gibt kein bekanntes Risiko für die HIV-Übertragung auf Mitarbeiter oder Kunden in gastronomischen Betrieben. Mitarbeitern dieser Betriebe, bei denen eine HIV-Infektion bekannt ist, brauchen daher keine Arbeitsbeschränkungen auferlegt zu werden, solange sie keine anderen Infektionen oder Erkrankungen haben (wie z. B. Diarrhoe oder Hepatitis A). Zu beachten ist freilich, dass auch auf dem Arbeitsplatz die im letzten Abschnitt "Zu Hause" aufgezählten Verhaltensregeln gelten: Hautwunden, Schnitte und ekzematöse Hautbereiche verbinden; Oberflächen, die mit Blut verschmutzt wurden, desinfizieren; alles, was die Wahrscheinlichkeit eines Blutkontaktes erhöht, vermeiden. Für Friseure, Barbiere, Kosmetikerinnen und Massage-Therapeuten gelten noch strengere Auflagen. Wann immer Instrumente benutzt werden, die die Haut durchdringen (Tätowierungen, Akupunktur, Ohr-, Nasen-, Lippen-, Zungen-, Klitoris-, Penishaut- und sonstige Ringe), dürfen diese nur einmal benutzt werden oder müssen gründlich gereinigt und sterilisiert werden. Instrumente, die nicht dazu gedacht sind, die Haut zu durchdringen, sie aber verletzen können (z. B. Rasierklingen und -messer) sollten entweder nur einmal benutzt werden oder müssen nach Gebrauch gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Beißen Es gibt vereinzelte Berichte über Situationen, in denen HIV durch einen Biss übertragen wurde. In der Regel wurde lagen ausgedehnten Gewebeverletzungen vor. Bisswunden sind jedenfalls kein gängiger Weg der HIV-Transmission. Küssen auf den geschlossenen Mund ist ungefährlich. Wegen des potentiellen Risikos, bei einem Zungenkuss mit Blut in Kontakt zu kommen, spricht sich die CDC gegen die Praxis des "French kissing" mit HIV-infizierten Personen aus. Man glaubt jedoch, dass das Risiko einer Übertragung durch Zungenkuss sehr gering ist. Der CDC ist ein einziger Fall bekannt, bei der sich eine HIV-Infektion diesem Übertragungsmodus zuordnen ließ. HIV ist bei einigen AIDS-Patienten in sehr niedrigen Konzentrationen auch in Speichel und Tränen nachweisbar. Dies bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass HIV durch diese Körperflüssigkeiten übertragen werden kann. In keinem einzigen Fall wurde bisher nachgewiesen, dass HIV durch Kontakt mit Speichel, Tränen oder Schweiß übertragen wurde. Alle Studien, die eine mögliche Übertragung von HIV durch Insekten untersucht haben, sind zu dem Ergebnis gekommen, dass dies nicht möglich ist. Das gilt auch für Studien, die in Bereichen mit hoher AIDS-Prävalenz und großen Insektenpopulationen wie z. B. Mücken gemacht wurden (Castro 1988). Weiter: 1.5 Der "natürliche" Verlauf der HIV-Infektion
|
|
Wichtiger Hinweis für die Leser
|
||||