Home Casteddu Amedeo Prize Flying Publisher
 
 
ART

Klinik

Medikamente

Erweiterte Suche


 

zum HIV.NET-Buch

GBV-C-Infektion

von Matthias Stoll

Anfang des letzten Jahrhunderts erzielte der Österreicher Julius Wagner-Jauregg eine Besserung bei Patienten mit Neurolues, indem er sie mit Plasmodien, also dem Malaria-Erreger infizierte. Für diesen aus heutiger Sicht befremdlich erscheinenden Ansatz erhielt er 1927 den Nobelpreis für Medizin. Soviel zur Einstimmung in den Gedanken, dass selbst eine Infektion mit einem obligat pathogenen Erreger in bestimmten Situationen auch etwas Gutes bewirken kann.

Das GB-Virus C ist ein Flavivirus und sehr nahe verwandt mit dem Hepatitis C Virus. Der Name GB-Virus geht zurück auf frühe Experimente zur Übertragung von akuter Hepatitis vom Menschen auf Affen. Der Index-Patient - ein 34-jähriger ärztlicher Kollege des Autors (Deinhardt 1967) - hatte die Initialien "G.B.".

Nach Identifizierung der Primatenviren GBV-A und GBV-B wurde beim Menschen das nahe verwandte GB-Virus-C (GBV-C) Mitte der 1990er Jahre gefunden - und hat seither die Diskussion der alten Idee um eine möglicherweise für den Verlauf der HIV-Infektion günstigen Koinfektion wieder belebt. Schon zuvor aber ist GBV-C in seiner noch jungen Medizinhistorie für Überraschungen gut gewesen: Wegen seiner Verwandtschaft zu GBV-A und GBV-B, die in Affen eine Hepatitis auslösen und seinem ersten Nachweis in Menschen mit einer Hepatitis wurde GBV-C anfangs auch als "Hepatitis G Virus (HGV)" bezeichnet. Diesen vielleicht etwas voreilig gegebenen Namen sollte man heute nicht mehr verwenden, weil GBV-C weder für sich allein eine Hepatitis verursacht noch eine bestehende Hepatitis verschlechtert (Berenguer 1996, Tillmann 1998, Rambusch 1998, Stark 1999). Trotz intensiver Suche hat man bis heute keine Erkrankung mit der GBV-C Infektion in Zusammenhang bringen können. Dabei ist das Virus in der Menschheit ausgesprochen verbreitet: Bei Blutspendern findet man in ca. 10-30 % spezifische Antikörper gegen GBV-C und bei bis zu 5 % eine replikative GBV-C Virusinfektion. Weil das Virus nicht krank macht, wird auf einen GBV-C-Routinenachweis verzichtet. Es gibt zwei serologische Marker für die GBV-C-Infektion, die praktisch niemals gemeinsam auftreten: Die GBV-C-Virämie (PCR-Methode) und E2-Antikörper gegen ein Hüllprotein des GBV-C (ELISA). GBV-C kann chronisch replikativ verlaufen. Mit der Serokonversion, also dem Auftreten von E2-Antikörpern endet die Virämie, und es besteht eine Immunität gegen Neuinfektionen, die vermutlich nicht immer lebenslang anhält (Tabelle 1).

GBV-C wird mucosal und parenteral übertragen, also ähnlich wie HIV, HBV und HCV. Daher wurde GBV-C besonders häufig bei HIV-infizierten Patienten, bei Personen mit intravenösem Drogengebrauch oder bei homosexuellen Männern gefunden.

Ist GBV-C ein freundliches Virus?

Als Ende der 1990er Jahre eine deutsche und kurz darauf eine japanische Arbeitsgruppe erstmals von einer langsameren Krankheitsprogression von GBV-C-virämischen gegenüber GBV-C-negativen HIV-infizierten Patienten berichteten (Toyoda 1998, Heringlake 1998), fand dies zunächst kaum Beachtung. Das änderte sich, als 2001 zwei zeitgleich publizierte Studien mit größeren Fallzahlen und einer längeren Nachbeobachtungszeit erneut einen günstigeren Verlauf und einen Überlebensvorteil für GBV-C-virämische HIV-Infizierte zeigten (Tillmann 2001, Xiang 2001). Zum Teil in reißerischer Weise wurde daraufhin in der internationalen Presse über das "Wundervirus, das AIDS verhindern kann" berichtet. Patienten fragten nach Bezugsquellen für GB-Virus C nach, weil sie sich selbst damit infizieren wollten. Mit dieser marktschreierischen Sekundärberichterstattung ist die GBV-C-Story in der wissenschaftlichen Szene unfreiwillig etwas in Misskredit geraten - und damit auch die Sachdiskussion der Daten. Seither ist aber eine ganze Reihe von Studien zum Einfluss des GBV-C-Status auf Surrogatmarker und klinischen Verlauf der HIV-Infektion publiziert worden.


Tabelle 1: Stadien und serologische Marker einer GBV-C-Infektion

Marker

GBV-C-Virämie (RNA)

Anti-E2-Antikörper

Status / Nachweismethode

PCR

ELISA

GBV-C negativ

Nein

Nein

GBV-C-Replikation

Ja

Nein

Abgelaufene
GBV-C-Infektion

Nein

Ja



Zwei grundsätzliche methodische Probleme sollten der Diskussion der bisher vorliegenden Ergebnisse vorangestellt werden: Zum einen können epidemiologische Studien und Kohortenanalysen per se nichts zur Aufklärung pathophysiologischer Ursachen beitragen. Zum anderen handelt es sich bei den bisher publizierten Studien um sehr heterogene Kohorten - was einen Teil der widersprüchlichen Ergebnisse erklären könnte. Auch die Methodik ist uneinheitlich: Nicht alle Studien haben den Status der GBV-C-Virämie im Verlauf nachuntersucht. Dieser kann sich aber ändern, und die Unterscheidung der drei möglichen Stadien des Serostatus (siehe Tabelle 1) ist ganz entscheidend für die Interpretation. Übereinstimmend findet sich kein Unterschied beim Vergleich von HIV-Infizierten ohne Kontakt zum GB-Virus-C (GBV-C-negativ) und solchen mit abgelaufener GBV-C-Infektion (anti-E2-positiv). Hingegen unterscheiden sich chronisch virämische (d. h. GBV-C-RNA-positive) Patienten von diesen beiden Subgruppen in den meisten Studien:

Eine Reihe von Studien sowohl vor der HAART-Ära (Toyoda 1998, Heringlake 1998, Yeo 2000, Xiang 2001) als auch unter HAART (Tillmann 2001, Nunnari 2003, Bjorkman 2004, Williams 2004, Tillmann 2004) zeigen für GBV-C-RNA-positive Patienten eine langsamere Krankheitsprogression, weniger Todesfälle, einen geringereren Verlust von CD4-Zellen, einen geringereren Anstieg der HIV-Plasmavirämie und/oder eine bessere Lebensqualität.

Andererseits fanden andere Studien, zum Teil mit beträchtlichen Nachbeobachtungszeiten, keinen Effekt einer GBV-C-Virämie auf die HIV-Infektion - weder einen positiven noch einen negativen (Sabin 1998, Birk 2002, Bjorkman 2004, Kaye 2005, Williams 2005). Allerdings ist anzumerken, dass in einer Studie nicht zwischen anti-E2-Antikörper-positiven und GBV-C-RNA-positiven Patienten unterschieden wurde (Sabin 1998). Zwei Studien (Kaye 2005, Williams 2005) wurden an Frauen durchgeführt, so dass möglicherweise ein geschlechtsspezifischer modulierender Effekt von GBV-C auf HIV - vorwiegend bei Männern - bestehen könnte. Andererseits beschreibt eine Studie bei Schwangeren eine niedrigere HI-Virämie für GBV-C vrämische Frauen mit niedrigeren vertikalen Transmissionsraten in der Prä-HAART Ära (Handelsmann 2006).

In der Amsterdam-Kohorte (van der Bij 2005) zeigte sich zwar ein ungünstiger klinischer und immunologischer Verlauf für die GBV-C-RNA-positiven HIV-Infizierten - aber auch diese Studie fand für die Patienten, bei denen die GBV-C-Virämie über Jahre persistierte, eine geringere Mortalität. Damit steht diese Untersuchung wiederum im Einklang mit Ergebnissen aus Studien, die einen günstigeren Verlauf für GBV-C-RNA-positive Patienten gefunden hatten. Die Patienten, die im Verlauf zum GBV-C-RNA-negativen/Anti-E2-positiven Status konvertierten, zeigten hingegen einen besonders ungünstigen Verlauf (Williams 2004, Bjorkman 2004, van der Bij 2005).

Auch unter HAART wurde in einigen Arbeiten in Abhängigkeit vom GBV-C-RNA-Status ein höherer CD4-Zellanstieg und eine bessere virologische Kontrolle für die GBV-C-virämische Subgruppe beschrieben. Andere Studien fanden diese Unterschiede nicht. Keine Studie allerdings beschreibt bisher einen negativen Einfluß von GBV-C auf den Effekt einer HAART. Eine kürzlich publizierte Metaanalyse bisher vorliegender Studien findet einen klinischen Benefit in Abhängigkeit von der Zeitspanne, in der nach HIV-Serokonversion die GBV-C-Virämie fortbestand (Zhang 2006).

Letztlich bleibt aber die Frage offen, ob in diesen Beobachtungen zuerst das Huhn (GBV-C) da war oder das Ei (guter Immunstatus): Einige Autoren favorisieren die Hypothese, dass die anhaltende GBV-C-Replikation nicht Ursache, sondern Epiphänomen des guten Immunstatus sein könnte. GBV-C repliziert in CD4-Zellen, und die Replikation könnte allein deswegen nachlassen, weil die Menge der CD4-Zellen abnimmt (van der Bij 2005). Dass aber gerade Patienten mit einem schlechten Immunstatus zu einer - CD4-Zell-abhängen - spezifischen humoralen Immunantwort gegen GBV-C in der Lage sein sollen und Anti-E2-Antikörper bilden, die sie zuvor mit einem guten zellulären Immunstatus nicht entwickeln konnten, spricht gegen diese Hypothese.

Wie soll man mit GBV-C umgehen?

Im Zoo der Infektiologie wimmelt es von gruseligen Mikro-Monstern, die furchtbare Erkrankungen auslösen. Da ist allein schon die Beschreibung des viralen Tamagochi namens GBV-C, das in seinem Wirt apathogen repliziert und ihn im Falle einer HIV-Infektion vielleicht sogar vor Schaden schützen kann, eine wunderschöne Fabel. Aber handelt es sich hier wirklich um eine gesundheitsfördernde Infektion? Mehrere noch ganz oder teilweise offene Fragen stellen sich:

  1. Bewirkt die GBV-C-Replikation die beobachteten Veränderungen im Verlauf der HIV-Infektion oder ist die anhaltende GBV-C-Replikation ein sekundäres Epiphänomen, das sich besonders häufig bei HIV-Infizierten findet, die aus ganz anderen Gründen eine geringe Krankheitsprogression aufweisen?
  2. Falls GBV-C eine ursächliche Rolle spielt, auf welchen Mechanismen beruht diese?
  3. Gibt es möglicherweise einen differentiellen Einfluss unterschiedlicher GBV-C Subtypen?
  4. Wenn es gelingen sollte, zugrunde liegende pathophysiologische Mechanismen aufzuklären, wie können wir diese in neue therapeutische Ansätze zur Behandlung der HIV-Infektion umsetzen?
  5. Solange die Pathophysiologie noch offen bleibt und falls die chronisch replikative Infektion mit GBV-C tatsächlich die Progression der HIV-Infektion bremsen kann: Sollte eine dauerhafte Replikation von GBV-C erreicht und aufrechterhalten werden - und wie könnte das erreicht werden?

Wir wissen, dass die meisten Menschen nach einer Infektion mit GBV-C bald Anti-E2-Antikörper entwickeln und mit dieser Serokonversion die GBV-C-Replikation endet. Wir wissen auch, dass diese Serokonversion - wenn sie sich im Verlauf einer HIV-Infektion ereignet - mit einer rascheren Progression verbunden sein kann (Williams 2004, Bjorkman 2004, van der Bij 2005). Derzeit bestehen also gute Gründe, mit GBV-C kein russisches Roulette zu spielen.

Die GBV-C-Replikation kann durch Interferontherapie dauerhaft beendet werden. Allerdings sprechen erste Untersuchungen dafür, dass durch den in der Hälfte der Fälle eintretenden Verlust der GBV-C Virämie unter einer Interferontherapie bei HIV-/HCV-/GBV-C-Koinfektion der Verlauf der HIV-Infektion sich nicht verschlechtert (Schwarze-Zander 2006).

Für einen ursächlichen Einfluss der GBV-C-Replikation auf die Progression der HIV-Infektion könnten folgende bisher beschriebene Mechanismen sprechen: In GBV-C infizierten peripheren Blutzellen kommt es zu einer verminderten Expression von Chemokinrezeptoren (CCR5 und CXCR4) auf CD4- und CD8-Zellen. Hierfür verantwortlich ist eine E2-Protein-vermittelte Freisetzung von RANTES aus T-Lymphozyten durch dessen Bindung an den CD81-Rezeptor (Tillmann 2002, Nattermann 2003, Xiang 2004). Eine Untereinheit des NS5A-Proteins von GBV-C war in vitro ebenfalls in der Lage, sehr effektiv RANTES zu induzieren (Xiang 2006a). Die Folge der dadurch verminderten Chemokinrezeptor-Expression ist eine verminderte HIV-Replikation. Erstaunlicherweise waren aber auch umgekehrt E2-Antikörper in vitro in der Lage, die HIV-Replikation zu inhibieren (Xiang 2006b).

In einer Studie (Nunnari 2003) fanden sich bei HIV-Infizierten Störungen im Zytokinprofil der CD4-Zellen, die bei GBV-C/HIV-Koinfizierten nicht nachweisbar waren. Zusätzlich wurden weitere direkte und indirekte Mechanismen von GBV-C und antigenen Bestandteilen von GBV-C auf die HIV-Replikation beschrieben. Die Untersuchung NK-Zell-vermittelter Pathomechanismen in GBV-C virämischen Patienten mit HIV-Infektion zeigte eine verminderte Expression von Fas-Liganden (CD69) auf NK- und T-Zellen und könnte damit auf eine geringere Apoptose-Rate hindeuten (Mönkemeyer 2006). Erste Subanalysen deuten daraufhin, dass ein das Ausmaß der mit GBV-C verbundenen Effekte möglicherweise durch Wirtsfaktoren oder aber durch einen differenten Lymphotropismus verschiedener GBV-C-Genotypen (Schwarze-Zander 2006) bedingt sein könnte. Dies könnte regional unterschiedliche Ergebnisse der Kohortenanalysen erklären.

Die Geschichte des GBV-C bleibt spannend. Die nähere Zukunft wird vermutlich weitere Erkenntnisse über mögliche Mechanismen der Interaktion zwischen HIV und GBV-C sowie individualspezifische Wirtsfaktoren bringen. Die Bedeutung von GBV-C liegt derzeit darin, dass wir aus dem Verständnis solcher Mechanismen modellhaft Einsicht in die Regulation der HIV-Infektion und ihrer klinischen Progression bekommen könnten. Dies wird uns möglicherweise bei der Entwicklung von Therapiekonzepten helfen. Diese Konzepte sind schon deswegen von Bedeutung, weil ein günstiger Effekt einer GBV-C-Replikation selbst unter den jetzt schon vorhandenen Möglichkeiten einer HAART evident bleibt.

Literatur

  1. Berenguer M, Terrault NA, Piatak M, et al. Hepatitis G virus infection in patients with hepatitis C virus infection undergoing liver transplantation. Gastroenterology 1996;111:1569-75. http://amedeo.com/lit.php?id=8942736
  2. Bjorkman P, Flamholc L, Naucler A, Molnegren V, Wallmark E, Widell A. GB virus C during the natural course of HIV-1 infection: viremia at diagnosis does not predict mortality. AIDS. 2004;18:877-86. http://amedeo.com/lit.php?id=15060435
  3. Deinhardt F, Holmes AW, Capps RB, Popper H. Studies on the transmission of human viral hepatitis to marmoset monkeys. I. Transmission of disease, serial passages, and description of liver lesions. J Exp Med 1967; 125: 673-88. http://amedeo.com/lit.php?id=4960092
  4. Handelsman E, Cheng I, Thompson B et al: The effect of maternal GBV-C infection on mother-to-child HIV transmission in the women and infant transmission study cohort. Abstract 718; 13th CROI 2006, Denver http://www.retroconference.org/2006/A bstracts/27753.htm
  5. Heringlake S, Ockenga J, Tillmann HL, et al. GB virus C/hepatitis G virus infection: a favorable prognostic factor in human immunodeficiency virus-infected patients? J Infect Dis. 1998;177:1723-6. http://amedeo.com/lit.php?id=9607857
  6. Kaufman T, McLinden J, Xiang J, et al. Interaction between GB Virus C envelope glycoprotein E2 and cell lines. Abstract, 12th Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections, Boston, February 22-25, 2005. http://www.retroconference.org/200 5/cd/Abstracts/25169.htm
  7. Kaye S, Howard M, Alabi A, Hansmann A, Whittle H, van der Loeff HS. No observed effect of GB virus C coinfection in disease progression in a cohort of African woman infected with IV-1 and HIV-2. Clin Infect Dis 2005;40:876-8. http://amedeo.com/lit.php?id=15736023
  8. Lefrere JJ, Roudot-Thoraval F, Morand-Joubert L, et al. Carriage of GB virus C/hepatitis G virus RNA is associated with a slower immunologic, virologic, and clinical progression of HIV disease in coinfected persons. J Infect Dis 1999;179:783-9. http://amedeo.com/lit.php?id=10068572
  9. M Birk, Lindback S, and Lidman C.: No influence of GB virus C replication on the prognosis in a cohort of HIV-1-infected patients. AIDS 2002; 16: 2482-5. http://amedeo.com/lit.php?id=12461426
  10. Mönkemeyer M, Heiken H, Schmidt R: Decreased Fas Expression on Natural Killer Cells in GBV-C Co-infected HIV-1 Patients 13th Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections, Abstract #848, Denver February 2006 http://www.retroconference.org/2006/PDFs/848 .pdf
  11. Nattermann J, Nischalke HD, Kupfer B, et al. Regulation of CC chemokine receptor 5 in hepatitis G virus infection. AIDS 2003; 17:1457-62. http://amedeo.com/lit.php?id=12824783
  12. Nunnari G, Nigro L, Palermo F et al. Slower progression of HIV-1 infection in persons with GB virus C co-infection correlates with an intact T-helper 1 cytokine profile. Ann Intern Med. 2003;139:26-30. http://amedeo.com/lit.php?id=12834315
  13. Rambusch EG, Wedemeyer H, Tillmann HL, Heringlake S, Manns MP.: Significance of coinfection with hepatitis G virus for chonic hepatitis C - a review of the literature. Z Gastroenterol 1998; 36: 41-53. http://amedeo.com/lit.php?id=9531689
  14. Sabin CA, Devereux H, Kinson Z, et al. Effect of coinfection with hepatitis G virus on HIV disease progression in hemophilic men. J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol 1998; 19: 546-48. http://amedeo.com/lit.php?id=9859971
  15. Schwarze-Zander C, Blackard JT, Zheng H, et al. GB virus C (GBV-C) infection in hepatitis C virus (HCV)/HIV-coinfected patients receiving HCV treatment: importance of the GBV-C genotype. J Infect Dis 2006; 194: 410-9. http://amedeo.com/lit.php?id=16845623
  16. Stark K, Doering CD, Bienzle U, et al. Risk and clearance of GB virus C/hepatitis G virus infection in homosexual men: A longitudinal study. J Med Virol 1999;59:303-6. http://amedeo.com/lit.php?id=10502260
  17. Tillmann HL, Heiken H, Knapik-Botor A, et al.: Infection with GB virus C and reduced mortality among HIV-infected patients. N Engl J Med,. 2001;345:715-24. http://amedeo.com/lit.php?id=11547740
  18. Tillmann HL, Heringlake S, Trautwein C, et al. Antibodies against the GB virus C envelope 2 protein before liver transplantation protect against GB virus C de novo infection. Hepatology 1998: 28: 379-84. http://amedeo.com/lit.php?id=9696000
  19. Tillmann HL, Manns MP, Claes C, Heiken H, Schmidt RE, Stoll M. Related Articles, GB virus C infection and quality of life in HIV-positive patients. AIDS Care. 2004;16:736-43. http://amedeo.com/lit.php?id=15370061
  20. Tillmann HL, Stoll M, Manns MP, Schmidt RE, Heiken H. Chemokine receptor polymorphisms and GB virus C status in HIV-positive patients. AIDS 2002;16:808-9. http://amedeo.com/lit.php?id=11964548
  21. Toyoda H, Fukuda Y, Hayakawa T, et al. Effect of GB virus C/hepatitis G virus coinfection on the course of HIV infection in hemophilia patients in Japan. J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol 1998;17:209-13. http://amedeo.com/lit.php?id=9495219
  22. Van der Bij AK, Kloosterboer N, Prins M, et al. GB virus C coinfection and HIV-1 disease progression: The Amsterdam Cohort Study. J Infect Dis. 2005;191:678-85. http://amedeo.com/lit.php?id=15688280
  23. Williams C, Allen J, Benning L, et al. Prevalence, acquisition, and cCearance of GB virus type C in the women's interagency HIV study . Abstract, 12th CROI 2005, Boston.. http://www.retroconference.org/200 5/cd/Abstracts/24123.htm
  24. Williams CF, Klinzman D, Yamashita TE,E et al.. Persistent GB virus C infection and survival in HIV-infected men. N Engl J Med. 2004, ;350:981-90. http://amedeo.com/lit.php?id=14999110
  25. Xiang J, George SL, Wunschmann S, Chang Q, Klinzman D, Stapleton JT. Inhibition of HIV-1 replication by GB virus C infection through increases in RANTES, MIP-1alpha, MIP-1beta, and SDF-1. Lancet 2004, 363:2040-6. http://amedeo.com/lit.php?id=15207954
  26. Xiang J, Mc Linden J, Chang Q et al: Monoclonal antibodies directed against the GB Virus C major envelope glycoprotein neutralize HIV infectivity differentially in PBMC than in TZB-bl cells. 13th CROI 2006, Denver http://www.retroconference.org/2006/PDFs/417 .pdf
  27. Xiang J, McLinden J, Chang Q, Kaufman T, Stapleton J. GB virus C NS5A protein expression decreases HIV replication in jurkat cells. Asbtract, 12th CROI 2005, Boston. http://www.retroconference.org/200 5/cd/Abstracts/25208.htm
  28. Xiang J, McLinden JH, Chang Q, Kaufman TM, Stapleton JT. : An 85-aa segment of the GB virus type C NS5A phosphoprotein inhibits HIV-1 replication in CD4+ Jurkat T cells. Proc Natl Acad Sci U S A 2006, 103:15570-5. http://amedeo.com/lit.php?id=17030806
  29. Xiang J, Wunschmann S, Diekema DJ et al. Effect of coinfection with GB virus C on survival among patients with HIV infection. N Engl J Med. 2001;345:707-14. http://amedeo.com/lit.php?id=11547739
  30. Yeo AE, Matsumoto A, Hisada M, Shih JW, Alter HJ, Goedert JJ. Effect of hepatitis G virus infection on progression of HIV infection in patients with hemophilia. Multicenter Hemophilia Cohort Study. Ann Intern Med 2000;132:959-63. http://amedeo.com/lit.php?id=10858179
  31. Zhang W, Chaloner K, Tillmann HL, Williams CF, Stapleton JT. Effect of early and late GB virus C viraemia on survival of HIV-infected individuals: a meta-analysis. HIV Med 2006; 7: 173-80. http://amedeo.com/lit.php?id=1649463127



 
 
     
 

Design:

 
 
 

  Wichtiger Hinweis für die Leser